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Aktionen

Hier veröffentlichen wir Infos zu  Veranstaltungen, Aktionen, Kundgebungen und Demos gegen das Cafe Mandelzweig:

 


 

Jugendradio Solidarität Nr.2: Das Café Mandelzweig

Interview im Podcast „Jugendradio Solidarität“ vom 04.03.2022 zum Cafe Mandelzweig, den aktuellen Aktivitäten der Gruppen und Akteure darin und der Initiative „Weg mit dem Cafe Mandelzweig!“:
Das fundamental-christliche Café Mandelzweig ist heute eine der Hochburgen der Corona-Leugner und Querdenker im Wedding. Über die Ideologie des Gründers Christian Stockman, Verstrickungen mit Rechtsextremen und vieles mehr sprechen wir mit Marco vom Bündnis „Weg mit dem Café Mandelzweig“.

 


 

[indymedia 27.11.2021]
Corona-Leugnung, Antisemitismus und rassistische Hetze raus aus dem Wedding!

Während durch das gravierendste Infektionsgeschehen seit Beginn der Pandemie und eine Politik, die statt für die Gesundheit der Menschen, für die Interessen der Konzerne handelt, täglich Menschen sterben müssen, versammeln sich an diesem Samstag erneut Coronaleugner:innen, Impfgegner:innen sowie verschwörungsideologische und antisemitische Gruppen im Wedding. Unter dem Titel „Marktplatz der Demokratie“ rufen u.a. der „Demokratische Widerstand“, der auch Texte von Benedikt Kaiser und Ellen Kositza veröffentlicht, die sogenannte „Freie Linke“, sowie die Berliner und Brandenburger Verbände der verschwörungsideologischen Partei „Die Basis“ auf. In den Schlagzeilen war „Die Basis“ in letzter Zeit durch das Verfahren wegen Volksverhetzung und Holocaust-Relativierung gegen ihren Bundestagskandidaten Sucharit Bhakdi. Bhakdi äußerte sich, wie auch andere führende Köpfe der Partei, bereits mehrfach Shoah- und NS-relativierend.

Karsten Wappler (Die Basis)

Organisiert wird die Veranstaltung auf dem Nettelbeckplatz federführend vom Bezirksverband Mitte der Partei „Die Basis“, sowie von Einzelpersonen aus dem Umfeld der Partei. Die Planung der Veranstaltung übernahm der stellvertretende Vorsitzende der Basis Berlin und Mitglied des Gründungsvorstands Karsten Wappler.

Logistische Unterstützung kam auch vom Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg durch Julia Arnold. Der Basis Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg nutzt zur Lagerung von Werbematerial Julia Arnolds Laden „Traumkeramik Julion“ in der Tempelherrenstr. 8a. Von dort soll auch Material zur Veranstaltung auf dem Nettelbeckplatz kommen. Der Bezirksverband Mitte der Partei „Die Basis“ sitzt in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort in den Räumen des Cafe Mandelzweig in der Seestraße 101 und nutzt diese auch zur Lagerung von Materialien.

Julia Arnold (Die Basis)

Die Treffen des Bezirksverbands finden dort wöchentlich Donnerstags ab 19:00 Uhr statt. Das Cafe Mandelzweig und der gemeinnützige Verein Mandelzweig e.V. unterstehen dem evangelikalen Prediger, radikalen Impfgegner und Islamhasser Christian Stockmann. Stockmann ist eine zentrale Figur der Querdenken-Bewegung. Er leugnet die Gefährlichkeit des Coronavirus, äußert sich in Predigten homo- und transfeindlich, wirbt für die AfD und hetzt auf seinem privaten Blog gegen Menschen muslimischen Glaubens. Durch Stockmann, seine Gruppe „Christen im Widerstand“ und die Nutzung der Räume des Cafe Mandelzweig durch diverse Gruppen der Pandemieleugner:innen- und Impfgegner:innen-Szene, ist der Wedding zum Rückzugsort und Hotspot der Querdenker:innen in Berlin geworden.

Vor der Veranstaltung auf dem Nettelbeckplatz haben Weddinger Antifaschist:innen 2.000 Informationsflyer zum Cafe Mandelzweig und dem rassistischen Querdenken-Prediger Christian Stockmann in Briefkästen verteilt. Es wurden außerdem ca. 1.000 Plakate im Kiez verklebt, um auf den Coronaleugner und Rassisten Stockmann und den rechten Treffpunkt Cafe Mandelzweig aufmerksam zu machen. In Zukunft wird jede verschwörungsideologische Kundgebung oder Demonstration, die den Wedding auch nur streift, unabhängig davon ob das Mandelzweig oder Stockmann involviert sind, eine solche Aktion zur Folge haben. Es obliegt also Christian Stockmann, künftig dafür zu sorgen, dass der Wedding frei von solchen Ansammlungen bleibt, wenn er sein Gesicht nicht an jeder Wand im Kiez sehen will. Der Wedding hat die Schnauze voll! Verpisst euch endlich! Corona-Leugnung und rechte Hetze raus aus dem Kiez!

Weg mit dem rechten Treffpunkt Cafe Mandelzweig!
Verschwörungsideologische Infrastruktur angreifen!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/161362

 


 

[Fotos und Bericht] Kundgebung gegen das evangelikale Café Mandelzweig am 30.10.2021

Am Samstag, den 30 Oktober 2021 fand vor dem evangelikalen Café Mandelzweig in der Seestraße 101 in Berlin Wedding eine Kundgebung gegen den rechten Treffpunkt, den in der Querdenken-Bewegung bekannten Betreiber des Cafes, den rassistischen Prediger Christian Stockmann, sowie gegen die Nutzung des Cafes als Treffpunkt für zahlreiche Gruppen aus dem rechtsoffenen Pandemieleugner*innen-Spektrum statt. Organisiert wurde die Kundgebung von der Initiative „Weg mit dem Cafe Mandelzweig!“. Es beteiligten sich zahlreiche lokale Gruppen, Parteien und Einzelpersonen aus dem Kiez, sowie Anwohner*innen des rechten Treffpunkts. Redebeiträge hielten die Initiative „Weg mit dem Cafe Mandelzweig!“, die North East Antifa, Anwohner*innen, die von ihren Erfahrungen mit den teilweise aggressiven Besucher*innen des Café Mandelzweig berichteten, sowie ein Pfarrer aus dem Kiez.

Christian Stockmann und Freunde, Foto: Kim Winkler

Vor dem Cafe Mandelzweig hatten sich ca. 30 Unterstützer*innen Stockmanns eingefunden. Sie beklatschten die Redebeiträge, in denen immer wieder auf Stockmanns rechte Verbindungen und seine offen rassistischen, antifeministischen und homo- und transfeindlichen Ansichten hingewiesen wurde. Unter den Personen vor dem rechten Treffpunkt waren bekannte Gesichter der Querdenken-Szene wie die Ärztin Margareta Griesz-Brisson, Anhänger*innen der evangelikalen Mandelzweig Sekte, Mitglieder der verschwörungsideologischen Partei „Die Basis“ wie der stellvertretende Vorsitzende der Basis Berlin Karsten Wappler und bekannte Aktivisten der Berliner Coronaleugner-Szene, wie Samuel Gfrörer oder Volkmar Zimmermann. Gfrörer ist ein Aktivist aus dem Umfeld der sogenannten „Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand“ um Anselm Lenz und Henrik Sodenkamp. Außerdem schreibt Samuel Gfrörer für die rechtsradikale, verschwörungsideologische Zeitung „Demokratischer Widerstand“, die auch Texte von neofaschistischen und neurechten Autor*innen wie Benedikt Kaiser und Ellen Kositza veröffentlicht. Volkmar Zimmermann war bis zu seinem Rauswurf durch Michael Ballweg der Kopf der Berliner Querdenken-30 Gruppe. Danach gründete Zimmermann die Gruppe „Berlin steht auf“ und betreibt bis heute den gleichnamigen Youtube-Kanal, in dem auch Christian Stockmann zu Wort kommt. Während der Kundgebung gegen das Cafe Mandelzweig, versuchte Volkmar Zimmermann mehrfach Teilnehmer*innen des Protests sowie anwesende Journalist*innen zu filmen.

Volkmar Zimmermann, Foto: Kim Winkler

Samuel Gfrörer (links), Foto: Kim Winkler

Abschließend dokumentieren wir an dieser Stelle die Redebeiträge von Anwohner*innen aus der Nachbarschaft des rechten Cafe Mandelzweig und den kurzen, spontanen Beitrag des Pfarrers Alexander Tschernig von der benachbarten Kirchengemeinde Kapernaum:

Mein Name ist Alexander Tschernig, ich arbeite dort drüben als evangelischer Pfarrer der Kapernaum Gemeinde. Vor achteinhalb Jahren bin ich hierher gekommen und habe in der Anfangszeit das Cafe Mandelzweig erfolgreich ignorieren können. Seit Corona ist es allerdings so, dass auch andere kirchliche Quellen darauf aufmerksam geworden sind, was hier passiert. Inhaltlich finde ich die Auseinandersetzung total uninteressant. Coronaleugnung ist inhaltlich total uninteressant, ist aber absolut gefährlich. Rechte Hetze hat mit dem Geist Jesu gar nichts zu tun. Das möchte ich euch mal sagen, da drüben im Cafe Mandelzweig: Mit Nazis machen Christinnen und Christen keine gemeinsame Sache!
Viel mehr möchte ich gar nicht sagen. Ich finde es gut, was hier stattfindet. Ich stehe hier als Privatperson, nicht als Repräsentant meiner Kirche. Aber auch als Repräsentant der Kirche würde ich hier wahrscheinlich stehen. Es ist toll was ihr hier macht!“

 

Kurzer Bericht von Menschen aus dem Kiez, die regelmäßig Menschen im Haus Seestraße 101 besuchen:

Das Erdgeschoss der Seestraße 101 wird vom Café Mandelzweig gemietet. Dort treffen sich seit Pandemiebeginn teilweise jeden Abend kleine bis große Gruppen von Menschen. Sie beten, singen und planen den Sturz der Bundesregierung. Christian Stockmann ist das Gesicht hinter dem „Mandelzweig“ und der Kopf der „Christen im Widerstand“, die regelmäßig auf den Querdenken-Demonstrationen auftreten. Aus der Seestraße 101 heraus verschickt er derzeit mehrere hunderttausend Fake-News-Flugblätter und Broschüren im Rahmen einer Anti-Impfkampagne in die gesamte Bundesrepublik. Auch die Querdenkerpartei „Die Basis“, die aus der 2020 gegründeten Partei „Widerstand2020“ hervorgegangen ist, trifft sich regelmäßig mit vielen Menschen im Café Mandelzweig. Teile der Querdenken-Bewegung werden aufgrund der fortschreitenden Radikalisierung mittlerweile durch den Verfassungsschutz beobachtet.

Foto: Kim Winkler

Die Zusammenkünfte finden von Beginn an ohne Masken und Abstände statt. Während der Ausgangsbeschränkungen waren dabei die Jalousien des Ladenlokals sowie der Haupteingang von der Straße aus geschlossen. Somit strömten die Querdenkenden übers Vorderhaus in das Café. Gruppen von bis zu zehn Personen hielten sich dann, auf dem Höhepunkt der Pandemie, ohne Masken und Abstände im Vorderhaus auf, bevor sie ins Café eingelassen wurden. Gelegentlich wurden Innenhof und Treppenhäuser für Aufenthalte genutzt, beispielsweise, wenn sich die Querdenker*innen vor polizeilichen Durchsuchungen versteckten.

Während 1 km weiter im Virchow-Klinikum der Charité Ärzt*innen und Pflegekräfte weit über ihre eigenen Belastungsgrenzen hinaus gehend um Patient*innenleben kämpfen, und wir alle uns im Rahmen unserer Möglichkeiten solidarisch zu verhalten versuchten, um diesem Spuk ein baldiges Ende zu bereiten, heizten die Fundis das Corona-Fegefeuer immer weiter an. Mit 30 bis 40 Leuten sangen sie bei geschlossenen Fenstern und Rollläden ihre Lieder zu ihrem offensichtlich ziemlich hämischen Gott und beteten gemeinschaftlich gegen alle Parteien (außer der AfD) – in Kauf nehmend, dass sie somit die unsägliche Situation für all ihre Mitmenschen unnötig in die Länge ziehen. Gelegentlich wurde der Umsturz des Systems geplant, Christian Stockmann hat da recht konkrete Vorstellungen, unbequeme Personen „einfach auszuschalten“. Irgendwann wurde jedenfalls nicht mehr nur gebetet, sondern die seltsamen Leute kamen, die aufdringlich nah herankamen und flüsterten, ob man auch „zum Treffen“ wolle. „Die Basis“ war eingezogen.

Unterstützer*innen des Cafe Mandelzweig, Foto: Kim Winkler

Die gewaltsamen Ausschreitungen der Pandemieleugner*innen gegenüber Menschen, die sich an die geltenden Regeln und Gesetze halten und sich und ihre Mitmenschen schützen wollen, hatten die Bewohnenden im Hinterkopf, als sie versuchten, den Querdenker*innen im eigenen Haus aus dem Weg zu gehen. Für die Bewohner*innen waren es bedrohliche Spießroutenläufe, sich, selbst eine Maske tragend, durch diese im Hausflur stehenden Menschengruppen und ihre vorwurfsvollen Blicke und Sprüche hindurchzuschieben, um zur eigenen Wohnungen zu gelangen. Dabei nahmen die maskenlosen, sich im Treppenhaus in einem großen Pulk aufhaltenden Virenschleudern erhebliche Gesundheitsrisiken für die Bewohner*innen des Hauses in Kauf – mitleidsvoll erleuchtet lächelnd.

Für das Wohnklima sind sich in den Treppenhäusern versteckende Menschen, die einen Regierungssturz planen und einem narzisstischen Fanatiker mit Hitlergrußaffinität hinterherschlurfen und offenbar willentlich ihre Mitmenschen mit Corona anstecken, nicht förderlich. Die häufige Anwesenheit der Polizei hatte ebenfalls nicht dazu beigetragen, sich sicherer zu fühlen. Die 30-40 Singenden im Café hatten ja alle Atteste, die sie von der Maskenpflicht befreien. Der Widerstand ist lungenkrank.

Karsten Wappler, DIE BASIS Berlin (2.v.r.)

Gelegentlich beherbergt das Café dann auch die Gäste der Anti-Corona, Anti-Test und Anti-Impf-Krawalle. Zum Beispiel während in Berlin die Hotels noch geschlossen waren. Am 22. April kam es im Rahmen einer Querdenken-Demo zu schweren Ausschreitungen und gewalttätigen Szenen im Tiergarten. 8000 Menschen waren an diesem Tag durch Berlin gezogen, ohne Masken, nur in ihre riesigen Egos gekleidet. Das war zu einer Zeit, als die meisten von uns noch keinen Impfschutz hatten. Da stolzierten dann abends selbstzufrieden zähneputzende Männer im Armylook vor dem Haus entlang, um zu kontrollieren, dass die Jalousien licht- und blickdicht sind, während drinnen massenhaft Leute in Jugendherbergs-Atmosphäre übernachtet haben.
Es stört uns, dass diese Leute sich in unserem Kiez so sicher fühlen. Dass sie ungesehen sind. Wir wünschen uns, dass sie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Sie sollen gesehen werden bei dem, was sie tun. Sie sollen gesehen werden, wenn sie ihre hundertausenden Lügenbroschüren an kleine Omis nach Hinterschweinfurt schicken, damit diese sie ihren Nachbarinnen im Plattenbau zeigen können, weil die so schön glänzen und seriös aussehen. Und die Nachbarin im Plattenbau kennt die kleine Omi schon so lange, nimmt den Schwindel arglos an und verbreitet ihn weiter.

Freundliche Christen vor dem Cafe Mandelzweig, Foto: RechercheNetzwerk Berlin

Es ist gut, wichtig und richtig, staatliche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kritisch zu hinterfragen. Insbesondere der Fokus auf die Reduktion privater sozialer Kontakte mit weitreichenden Folgen für die psychische Gesundheit der Menschen, während Wirtschaft und Arbeit trotz hoher Infektions- und Intensiv-Belegungszahlen unbedingt weiterlaufen mussten; die Doppelt-, Dreifach und Fünffachbelastung von Arbeitnehmer*innen, die plötzlich zeitgleich ihre Kinder versorgen mussten, während sie im Home Office für ihre Werbeagentur arbeiten sollten; dass es keinerlei Konzepte zum Schutz unserer Kinder gab – immer noch nicht gibt – ist absolut und vollkommen inakzeptabel. Aber der Weg aus dieser Situation heraus führt nicht über Lügen und Falschinformation. Er verlängert sich dadurch, und zerstört die Leben weiterer Menschen – körperlich wie seelisch.
Wir wollen, dass diese Leute aufhören, unsere Gesellschaft mit ihren Lügen zu verpesten. Und auf gar keinen Fall soll ihr Hauptstützpunkt unser Kiez sein. Weg mit dem Café Mandelzweig!“

Fotos: North East Antifa [NEA], Kim Winkler, RechercheNetzwerk Berlin
Weitere Fotos der Kundgebung von RechercheNetzwerk Berlin: https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72157720102039262/with/51644907340/
Weitere Fotos der Kundgebung von Kim Winkler: https://www.flickr.com/photos/156669795@N08/albums/72157720088246878

Foto: Kim Winkler


 

Kundgebung gegen das rechte Café Mandelzweig am 30.10.2021
Corona-Leugner:innen, Rassist:innen und rechte Hetze raus aus dem Kiez!

Kundgebung
Weg mit dem Café Mandelzweig! Coronaleugnung und rechte Hetze raus aus dem Kiez!
Samstag, 30.10.2021 | 15:00 Uhr | Seestraße 101, Berlin Wedding
U-Bahn: U-Bhf Seestr.
Tram: Seestr./Amrumer Str.

Der fundamentalistische Prediger Christian Stockmann, Betreiber des Café Mandelzweigs und Vorsitzender des (gemeinnützigen!) Vereins Mandelzweig e.V., hinter dem sich eine evangelikale Sekte verbirgt, ist seit Beginn der sogenannten Querdenken-Bewegung eine ihrer zentralen Figuren. Er stand schon im Sommer 2020 auf den ganz großen Querdenken-Bühnen.

In Predigten leugnet Stockmann nicht nur die Gefährlichkeit des Corona-Virus, er macht sich auch über Menschen lustig, die an dem Virus verstorben sind. In einem Video vergleicht er die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit dem Nationalsozialismus und zeigt den Hitlergruß. Befreundet ist Stockmann unter anderem mit Ex-AfD-Rechtsaußen Heinrich Fiechtner. Gegen Fiechtner wurde im April 2021 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil auch er auf einer Kundgebung den Hitlergruß zeigte.

Politisch beheimatet ist auch Stockmann klar rechts. Dies zeigt sich besonders deutlich in Stockmanns privatem Blog, in dem er seinen antimuslimischen Rassismus, seinem Antifeminismus und seine Queerfeindlichkeit sowohl in eigenen Beiträgen als auch durch verlinkte Videos und Artikel deutlich zur Schau stellt. Dort behauptet er unter anderem, dass gläubige Muslime “weiße Frauen” als minderwertig ansähen und der Islam vermittle, dass diese nichts anderes verdienen würden als sexualisierte Gewalt. In anderen Beiträgen des Blogs zieht Stockmann, sich gerade noch als “Retter der weißen Frau” stilisierend, gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, Abtreibungen, „Gendermainstreaming“, Sexualaufklärung und grundlegende Rechte für LGBTI+ Menschen ins Feld. Der eigene Antifeminismus wird von ihm konsequent auf Muslime projiziert und dadurch externalisiert. Muslim:innen unterstellt er pauschal, sie seien nicht integrierbar, kriminell und gefährlich. Der Islam gehört für Stockmann nicht nach Deutschland, die mittelalterlichen Ansichten seiner Sekte schon. Bevor Stockmann einen Landesverband der verschwörungsideologischen Partei „Die Basis“ mitgründete, wählte er folgerichtig die AfD, die ähnlich reaktionäre Positionen vertritt, und für die er in seinem Blog ausführlich wirbt.

In der Seestraße 101 betreibt Christian Stockmann nun schon seit dreizehn Jahren ungestört das Café Mandelzweig. Das Café ist Sitz der Sekte Mandelzweig e.V und hat sich im vergangenen Jahr von einem Ort, in dem versucht wird evangelikale, rechte “Kiezarbeit” zu betreiben, zu einem wichtigen Infrastrukturpunkt der Berliner Corona-Leugner:innen Szene entwickelt. Hier treffen sich die, mit Stockmanns Sekte wahrscheinlich deckungsgleichen, “Christen im Widerstand” und „Die Basis“. Der sogenannte “Demokratische Widerstand” um Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp kann hier ungestört Preisverleihungen durchführen. Es ist davon auszugehen, dass die Schmier-Touren, mit denen die Basis in der Zeit vor der Bundestagswahl den Kiez verschandelte, häufig hier ihren Ausgangspunkt hatten. Auch in Pandemie-Hochzeiten trafen sich in dem kleinen, unscheinbaren Café dutzende Menschen eng beisammen und ohne Masken. Momentan wird das Café hauptsächlich dazu genutzt, Stockmanns “Impfaufklärungsbroschüren” zu verschicken, durch die Menschen mit verzerrten Zahlen und “Quellen” aus dem verschwörungsideologischen Spektrum von der Corona-Impfung abgehalten werden sollen.

Wir dürfen nicht länger zulassen, dass rechte Pandemieleugner:innen, Antifeminist:innen, und islamfeindliche Rassist:innen unseren Kiez als Rückzugsort nutzen, um von hier aus ungestört Aktionen zu organisieren und ihre Pamphlete zu verschicken. Stockmanns Hetze gegen alle, die nicht in sein engstirniges Weltbild passen, dürfen wir in unserem Kiez nicht länger dulden!

Kommt deshalb am Samstag, den 30.10, um 15 Uhr zur Kundgebung vor dem rechten Treffpunkt und zeigt Stockmann, dass er und sein brauner Anhang hier im Wedding nicht willkommen sind!

Schluss mit der rechten Hetze in der Seestraße 101!
Weg mit dem Café Mandelzweig!

Kundgebung
Weg mit dem Café Mandelzweig! Coronaleugnung und rechte Hetze raus aus dem Kiez!
Samstag, 30.10.2021 | 15:00 Uhr | Seestraße 101, Berlin Wedding
U-Bahn: U-Bhf Seestr.
Tram: Seestr./Amrumer Str.

Initiative WEG MIT DEM CAFE MANDELZWEIG
Infos: www.mandelzweig.noblogs.org


 

Mitschnitt der Infoveranstaltung beim Tresen der Antifa Nordost im Cafe Cralle am 20.08.2021 zu evangelikalen Corona-Leugner:innen im Wedding

Das in der Seestraße 101 gelegene, unscheinbare Café Mandelzweig hat sich über das vergangene Jahr hinweg von einem evangelikalen Treffpunkt, der versucht “Kiezarbeit” von rechts zu machen hin zu einer wichtigen Struktur für mehrere Gruppen aus dem Corona-Leugnenden, verschwörungstheoretischen Spektrum entwickelt. Mittlerweile nutzen den Raum die Christen im Widerstand, die neugegründete Partei die Basis, der sogenannte Demokratische Widerstand und diverse andere “Querdenker:innen” für ihre Veranstaltungen. Impfbroschüren mit Falschinfos über die Corona-Impfungen werden von dort aus bundesweit verschickt.


 

Kontrapolis: Besuch beim „Cafe Mandelzweig“

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Text, der am 22. September auf Kontrapolis veröffentlicht wurde:
In einer der letzten Nächten wurde das Cafe Mandelzweig in Wedding mit Bauschaum besucht. Dabei wurde zwischen Rollladen und Fensterscheibe Bauschaum angebracht.

Die Betreibenden des Cafe Mandelzweig sind Coronaverschörungsideolog*innen, Antisemit*innen und fundamentale Eviangelikale. Das Cafe ist Treffpunkt von u.a. Rechtsradikalen, der Partei „Die Basis“ sowie den „Christen im Widerstand“. Vor kurzem erschien in dem rechtsradikalen Magazin „Compact“ ein solidarischer Artikel mit dem Cafe Mandelzweig. Genauere Infos weshalb das Cafe Mandelzweig ausgewählt wurde, können in unterstehenden Links nachgelesen werden. [1] [2]

Trotz Veröffentlichung von Artikeln, Infoplakaten und Farbangriffen führt das Cafe Mandelzweig seine Arbeiten weiter. Auch um diese Arbeit zu erschweren erfolgte unser Besuch.

Antifa bleibt Bauarbeit!

Wedding bleibt stabil!

[1] https://mandelzweig.noblogs.org/

[2] http://kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion/4388/

Quelle: https://kontrapolis.info/4958/


 

Infoveranstaltung im JUP am 15.09.2021 zu evangelikalen Corona-Leugner:innen im Wedding


Mittwoch, 15.09.2021, 19:00 Uhr, Florastr. 84, 13187 Berlin-Pankow

Im Rahmen der Mobilisierung gegen den „Marsch für das Leben“ am 18.09.2021 findet am Mittwoch, den 15.09.2021 eine Infoveranstaltung über das evangelikale Café Mandelzweig statt. Das in der Seestraße 101 gelegene, unscheinbare Café Mandelzweig hat sich über das vergangene Jahr hinweg von einem evangelikalen Treffpunkt, der versucht “Kiezarbeit” von rechts zu machen, hin zu einer wichtigen Struktur für mehrere Gruppen aus dem verschwörungsideologischen Spektrum der Pandemieleugner:innen entwickelt. Mittlerweile nutzen den Raum die „Christen im Widerstand“, die neugegründete Partei DIE BASIS, der sogenannte „Demokratische Widerstand“ und diverse andere „Querdenker:innen“ für ihre Veranstaltungen. Broschüren mit Falschinformationen über die Corona-Impfungen werden von dort aus bundesweit verschickt. Wir wollen über das Treiben rund um das Café Mandelzweig aufklären und mit euch ins Gespräch kommen, was gegen die rechten, evangelikalen Coronaleugner:innen im Kiez getan werden kann.


 

Libertärer Podcast „Augustrückblick 2021“ vom Anarchistischen Radio Berlin

Ausführliches Interview zu den verschwörungsideologischen Umtrieben im Cafe Mandelzweig, den „Christen im Widerstand“, Verbindungen zu anderen rechten und fundamentalistischen Gruppen und dem rechten Prediger Christian Stockmann sowie der Kampagne gegen den Treffpunkt der Pandemieleugner*innen im Wedding. Vorgestellt wird auch der Blog der Kampagne „Weg mit dem Cafe Mandelzweig!“

Hier geht es zum Podcast

 


 

Infoveranstaltung im Cafe Cralle am 20.08.2021 zu evangelikalen Corona-Leugner:innen im Wedding

Freitag, 20.08.2021, 19:30 Uhr, Hochstädter Str.10a, 13347 Berlin-Wedding
Die North East Antifa lädt ein zur Infoveranstaltung über das evangelikale Café Mandelzweig mitten im Wedding. Das in der Seestraße 101 gelegene, unscheinbare Café Mandelzweig hat sich über das vergangene Jahr hinweg von einem evangelikalen Treffpunkt, der versucht “Kiezarbeit” von rechts zu machen hin zu einer wichtigen Struktur für mehrere Gruppen aus dem Corona-Leugnenden, verschwörungstheoretischen Spektrum entwickelt. Mittlerweile nutzen den Raum die Christen im Widerstand, die neugegründete Partei die Basis, der sogenannte Demokratische Widerstand und diverse andere “Querdenker:innen” für ihre Veranstaltungen. Impfbroschüren mit Falschinfos über die Corona-Impfungen werden von dort aus bundesweit verschickt. Wir wollen über das Treiben rund um das Café Mandelzweig aufklären und mit euch ins Gespräch kommen, was gegen die Schwurbler:innen im Kiez getan werden kann.